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Herrliches Hessen

Unterwegs rund um den Diemelsee

http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=16472&key=standard_document_24433868

Freitag, 4. August 2006, 20:15 Uhr

Blick auf den Diemelsee (Bild: HR/Tourist-Information Diemelsee)

In der neuesten Ausgabe von "Herrliches Hessen" ist Moderator Reinhard Schall in einer Region unterwegs, die für Sommer, Sonne und Ferien wie geschaffen ist - der Diemelsee.

Adresse

 

Tourist-Information Diemelsee

Kirchstraße 6
34519 Diemelsee-Heringhausen
Tel: 05633 - 91133
Fax: 05633 91134
info@diemelsee.de
www.diemelsee.de

 

Der Tag beginnt auf einem Segelboot des Sport- und Segelclubs Diemelsee, doch richtig gesegelt wird erst am späten Nachmittag, denn gleich nach dem Aufwachen muss Reinhard Schall auf den Bauernhof der Familie Bornemann in Adorf. Dort bereiten sich schon Stefanie und Anke - zwei Töchter von Bauer Bornemann - auf ihren großen Auftritt vor: auf dem Kram- und Viehmarkt in Adorf werden sie nämlich zwei Kälber vorführen. Bewertet werden aber nicht nur die Kälber; auch die Kinder, die die Kälber präsentieren, werden von den Juroren geprüft.

   Strandbad Diemelsee (Bild: HR/Tourist-Information Diemelsee)

Nach dem Besuch des Viehmarktes geht der Tag von Reinhard Schall zunächst gemütlich weiter - auf dem Programm steht eine Rundfahrt mit der "St. Muffert" über den Diemelsee.
Dann heißt es Schuhe schnüren und loswandern - auf dem neuen Diemelsteig zum Aussichtspunkt "St. Muffert". Begleitet wird Reinhard Schall dabei von Friedhelm Meyer, der maßgeblich an der Konzeptionierung des neuen Rundweges beteiligt war.
Zum Kaffee geht es dann nach Padberg - genauer gesagt zur Gräfin Droste zu Vischering, deren Schwiegervater mit zu den Gründungsvätern des Naturparks Diemelsee zählt.
Am späten Nachmittag geht es wieder zurück nach Heringhausen an den Diemelsee und Reinhard Schall schlüpft in die Rolle eines Matrosen - Mitglieder des Segel- und Sportclubs bringen ihm das Segeln bei.
Vorbei am Aussichtsturm "Dommel" und durch das Dommelbachtal geht es zum dann in der Abendstimmung weiter zum letzten Punkt der Tagestour - das Gasthaus "Waldesruh" in Bontkirchen-Huckeshohl. Hier hat sich Familie Willecke-Wagner in malerischer Umgebung ein kleines Paradies geschaffen und für Reinhard Schall endet dort der Tag rund um den Diemelsee.

Diemelsteig:
der neue Rundwanderweg rund um den Diemelsee hat eine Länge von 54 km und kann in drei Tagesetappen bequem gelaufen werden, Infos bei der Tourist-Information Diemelsee - siehe oben

Fahrgastschiff Muffert:
Das Ausflugsschiff verkehrt in den Sommermonaten täglich ab 10:30 auf dem Diemelsee. Es gibt zwei Haltepunkte - einer in Diemelsee-Heringshausen - hier ist die Abfahrt immer zur halben Stunden. Der zweite Haltepunkt liegt beim Großparkplatz an der Sperrmauer - Abfahrt hier zur vollen Stunden - bis 17 Uhr.
Fahrpreise: halbe Strecke 1,50 €, Rundfahrt 3 E, Kinder die Hälfte.

Mit der "Muffert" kann man den Diemelsee bequem umrunden. Man fährt eine Teil mit de Schiff, den Rest der Strecke legt man zu Fuß zurück - einfach den Schildern "Fährschiffwandern" folgen.
Infotelefon: 02991 - 6441

Waldgaststätte "Waldesruh" in Bontkirchen Huckeshol
Öffnungszeiten: Freitag ab 16 Uhr, Samstag & Sonntag ab 10 Uhr.
Anfahrt: in Bontkirchen - der Beschilderung "Waldesruh" folgen
Infotelefon: 02963 1828
gasthof(at)huckeshol.de
www.huckeshol.de

(andi)

 



Freitag, 11. August 2006

 



 

Westfälische Rundschau · Nr. 282 · RWS1_                       Westfalen-Rundschau                      Dienstag, 5. Dezember 2006
 

 Auf einer Wiese über Brilon-Bontkirchen weiden sechs Alpakas aus Südamerika

Exoten in der „Pampa” des Sauerlands 

 

Von Michael Schmitz und Bodo Goeke (Fotos)

Brilon. Die erste Frage beantwortet Elke Willecke-Wagner, bevor ihre Gästesie gestellt haben: „Ja, sie spucken!”. Sie - das sind sechs Alpakas, die vor ihrem Gasthof Waldesruh in Bontkirchen weiden.

Die ältere Dame unten im Dorf ist sehr nett und weist den Ortsunkundigen, die nach dem Gasthof Waldesruh fragen, bereitwillig den Weg. An der Kirche vorbei und rechts halten und dann immer der Straße in den Wald hinein folgen. „Aber aufpassen”, meint sie, „die Straße ist sehr schmal und das liegt mitten in der Pampa.” Womit die Exoten von Elke Willecke-Wagner fast an der richtigen Stelle ständen. Die so genannten Neuweltkameliden, zu denen die Alpakas und Lamas gehören, stammen aus dem südamerikanischen Hochland und wer sie im Hochsauerland sehen will, muss von Bontkirchen ein gutes Stück weit in die Einöde fahren oder laufen, um zum Gasthof Waldesruh zu gelangen.

Da guckst Du! Alpakas haben ihren ganz eigenen Charme, meint Ralf Wagner. 

 

 

Ihre Wolle zählt zu den wertvollsten Naturfasern

 Mit dem Futtereimer und Rufen lockt Elke Willecke- Wagner die genügsamen Gäste an den Zaun. „Alles Mädels”, sagt sie. Wie es sich für Neulinge in ungewohnter Umgebung gehört, spitzen die Stuten erst einmal die puscheligen Ohren und wiegen misstrauisch ihre langen, biegsamen Hälse: fremde Leute am Gatter! Doch der Fresstrieb ist stärker als alle Vorsicht: Zögerlich, dann aber immer schneller verfallen sie in ihren charakteristischen hoppelnden Laufstil. Weil Alpakas Passgänger sind, sieht das sehr lustig aus (der Mensch müsste entsprechend linkes Bein und linken Arm bzw. rechtes Bein und rechten Arm beim Gehen gleichzeitig nach vorne schwingen – versuchen Sie das mal!).

Alpakas sind genügsam: Elke Willecke-Wagner mit ihren Schützlingen, die auf einem Kletterfelsen Ausschau halten.


„Alpakas sind auf dem Vormarsch”, sagt Hartwig Kraft von Wedel, der im sächsischen Remsa als erster Alpakazüchter im Haupterwerb eine Zucht mit derzeit 150 Tieren versorgt. „Die Tiere sind hübsch und intelligent und besitzen einen Charme, dem viele verfallen.” Doch deshalb hat sich Kraft nicht auf Alpakazucht verlegt. Für ihn sind sie auch eine lohnende wirtschaftliche Investition: „Alpakas sind die Aristokraten unter den Nutztieren”, meint er. Ihre Wolle zählt zu den wertvollsten Naturfasern, sie sind extrem dünn. Für ein Kilo Vlies von Vicunjas, der Wildform der Alpakas, werden 500 US-Dollar gezahlt. „Das ist viel Holz für ein Kilo Rohwolle”, sagt Hartwig Kraft. Der Krefelder hat sich im sächsischen Remsa allerdings auf Zucht verlegt. Ein gewöhnliches Tier ist nicht unter 3000 Euro zu haben, meint er. Gute Zuchtstuten werden ab 5000 Euro verkauft, und für „Glamourgirl”, eine trächtige Suri-Stute aus der Kraft’schen Zucht, werden auch 14 000 Euro aufgerufen.

  Von solchen Dimensionen ahnen Luana, Syna, Rose, Grace, Liddi und das süße, verfresssene kleine Alpaka- Baby Noel in Bontkirchen nichts. Auch ihre Besitzer wollen von Anfangsinvestition, Return on Investment und Zuchtqualitäten von Hengsten und Stuten erst einmal nichts wissen. Elke Willecke-Willecke-Wagner und ihr Mann Ralf Wagner halten die Exoten aus reiner Liebhaberei und wenn es den ein oder anderen Gast hoch zu ihrer Wirtschaft in der „Pampa” über Bontkirchen triebe, auch gut. Einige Neugierige aus dem Ort („Die sagen, wir haben sie nicht alle”) waren schon da. Neben der Frage, die Elke Willecke-Wagner sofort beantwortet („Sie spucken nur in seltensten Fällen gegen Menschen”), kam noch eine andere auf: „KannmandieAlpakas auch essen?”  Noel, Grace und ihre Kolleginnen wären vermutlich nicht begeistert. Die Wirtsleute auch nicht. Man könne Alpakafleisch zwar essen, „aber das haben wir nicht vor”, sagt Elke Willecke-Wagner. Was bei den Kilopreisen auch nur zu verständlich ist.

INFO

Mehr als 20 Farben

_Alpakas zählen wie Lamas zu den Neu-Weltkameliden, den höckerlosen Kamelen Südamerikas. Altweltkameliden sind Trampeltier und Dromedar.

 _Es gibt zwei Arten: das Huacaya- und das langhaarige Suri-Alpaka. Die Schwielensohler sind kleiner als Lamas, werden ca. 55 bis 65 Kilo schwer und bis zu 20 Jahre alt. 

_Sein dichtes Fell mit feinen Fasern macht das Alpaka als landwirtschaftliches Nutztier interessant. Es produziert 2 bis 5 Kilo Vlies pro Jahr. Das Edelhaar wird in Schals, Pullover, Decken und Stoffen verarbeitet. Eine zentrale Sammelstelle gibt es in Kaufbeuren.

_Es gibt mehr als 20 echte Farben und über 200 Farbschattierungen, darunter blaugrau, rosagrau, lavendel- und apricotfarben. 

_Alpakas, an das raue Klima der Hochanden gewöhnt, gelten als sehr robust und genügsam und können ganzjährig draußen gehalten werden. Sie vertragen allerdings allzu große Hitze und Schwüle nicht. „Deshalb muss einmal im Jahr die Wolle runter”, sagt Elke Willecke-Wagner.

 



Sendung vom 18. Juli 2008

Gasthaus Waldesruh und seine Großfamilie

Freitag, 18. Juli 2008, 18:50 Uhr

Alpaca nach der Schur

Waldesruh liegt am Diemelsee oberhalb von Bontkirchen (gehört zu Brilon) und ist nicht so ganz leicht zu finden: Von der Landstraße nach Bontkirchen über eine kleine Brücke abbiegen, dann linkerhand die Kirche suchen und selbige auch linksseitig passieren. Das ist deshalb wichtig, weil ab da erst die nächste Ausschilderung erfolgt. Den Ort auf der kleinen Teerstraße in die Berge und durch den Wald verlassen - der Rest ist einfach (Eine detailliertere Beschreibung mit Karte gibt es auch auf der Internetseite von Waldesruh).Schon der Weg macht Spaß und die Landschaft rund um Waldesruh ist großartig. Die Rinder stehen am Wegesrand, die Araberpferde auch und die Alpaca-Weide liegt direkt gegenüber vom Gasthaus. Bei schönem Wetter lässt es sich gut draußen sitzen, aber: es weht auch immer ein guter Wind auf den Höhen - also lieber was Warmes zum überziehen mitbringen.
   

Information

 

Gasthof Waldesruh
Huxol 1
59929 Brilon-Bontkirchen
Telefon: 02963 1828
E-Mail: gasthof@huckeshol.de
Internet:

 

Öffnungszeiten:
 
  • Freitag: ab 16 Uhr
    warme Küche: 17:30-22 Uhr
  • Samstag: ab 10 Uhr
    warme Küche: 11:30-14/17:30-22 Uhr
  • Sonntag/Feiertage: ab 10 Uhr
    warme Küche: 11:30-14/17:30-21 Uhr

Für Gruppen nach Absprache auch zu anderen Zeiten.